Auch das noch. Eine Filmkritik. Über einen dümmlichen Actionfilm.

Wir wissen es doch eigentlich besser.
Nun ja, vielleicht hat sie den positiven Effekt, unsere Besucherzahlen etwas anzuschrauben…
“Transformers” ist ein ganz niedlicher Film, harmlos, wirklich! Natürlich ist da außer 2 1/2 Stunden Geballer und Geknätsche nicht viel dran. Aber er ist in Teilen durchaus (manchmal unfreiwillig) amüsant. Ein Film zum Abschalten, bei dem man sich hinterher richtig gut dabei fühlen kann, ihn so richtig scheiße zu finden.
Unter all den dummdreist-markigen Sprüchen wird kein gängiges Klischee umfahren, auch nicht das einer sentimentalen Ästhetik von heiler patriarchaler Welt, in der noch Mann wurde, wer zur Waffe griff – der US Army-Komplex Abu Ghraib und Guantanamo galant ausgeblendet – “You’re a soldier now!” und der jederJunge wird zum jederMANN, zum Helden. Pathetisches, heroisches großes Gefühlskino.
Dazu die mit 50cm-Kanten ausgestanzten Holzschnitt-Charaktere, was z.B. die überaus hübsche Datenanalystin (eine gewisse Rachael Taylor) auf ihren australischen Akzent, ihr Äußeres und – immerhin! – ihren überlegenen Intellekt (man könnte es mitunter aufdringlich-intelligente Überheblichkeit nennen, aber die Nebenmänner sind einfach zu grotesk doof, vielleicht spiegelt sich hier die target group) reduziert. Vorhersehbare Story (Story???), vorbereitete Gags, naja, fertig ist der Blockbuster. Oh, ich vergaß: Megan Fox. Schönes Mädchen, sicher! Und vielleicht liegt es an mir, aber hat sie nicht einfach eine furchtbar kalte Ausstrahlung? Ist vielleicht gerade ihr Ding: In jedem Film die kühle Schönheit zu spielen. Obwohl es nie zur Rolle passt. Oder es liegt an diesen stahlharten blauen Augen. Ihre auf manchen Blogs bemühte “Doppelgängerin” (welche Ähnlichkeit??) und kommender Star Odette Yustman (Cloverfield, wahnsinnig sinnfreier Film) wirkt da wenigstens um einiges sympathischer, die kann sogar richtig ehrlich und schön lachen! Nun ja, Megan soll in Transformers 2 ja NOCH heißer sein… Ring frei zur nächsten Runde!
(So ungefähr sieht das dann aus:

Kurzum: Keine Katastrophe, selbst der bevorstehende Untergang der Welt lässt einen seltsam kalt hier. Aber dafür sieht man diesen Film auch nicht an. Wenn das stimmen sollte, warum bloß haben sich die Produzenten dann einen solchen Aufwand mit all dem Schnickschnack drumrum gemacht? Die glänzende Verpackung verkauft sich von allein schon gut, den Blockbuster macht sie allein augenscheinlich noch nicht.
Positives: Im Outro läuft ein neues Lied der Smashing Pumpkins (“Doomsday Clock”) und das rockt mal so richtig! Wer hätte das noch gedacht?
Wer kurzweilige Action mit coolerem Darsteller und knackigerem Humor sucht, sollte vielleicht mal “Crank” reinlegen – Stichwort der herrlich unkorrekte “Al Quaeda!”-Gag auf kosten des (indischen? pakistanischen?) Taxifahrers.

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