Transformers – (K)Eine Filmkritik

•June 24, 2009 • Leave a Comment

Auch das noch. Eine Filmkritik. Über einen dümmlichen Actionfilm.

Wir wissen es doch eigentlich besser.

Nun ja, vielleicht hat sie den positiven Effekt, unsere Besucherzahlen etwas anzuschrauben…

“Transformers” ist ein ganz niedlicher Film, harmlos, wirklich! Natürlich ist da außer 2 1/2 Stunden Geballer und Geknätsche nicht viel dran. Aber er ist in Teilen durchaus (manchmal unfreiwillig) amüsant. Ein Film zum Abschalten, bei dem man sich hinterher richtig gut dabei fühlen kann, ihn so richtig scheiße zu finden.

Unter all den dummdreist-markigen Sprüchen wird kein gängiges Klischee umfahren, auch nicht das einer sentimentalen Ästhetik von heiler patriarchaler Welt, in der noch Mann wurde, wer zur Waffe griff – der US Army-Komplex Abu Ghraib und Guantanamo galant ausgeblendet – “You’re a soldier now!” und der jederJunge wird zum jederMANN, zum Helden. Pathetisches, heroisches großes Gefühlskino.

Dazu die mit 50cm-Kanten ausgestanzten Holzschnitt-Charaktere, was z.B. die überaus hübsche Datenanalystin (eine gewisse Rachael Taylor) auf ihren australischen Akzent, ihr Äußeres und – immerhin! – ihren überlegenen Intellekt (man könnte es mitunter aufdringlich-intelligente Überheblichkeit nennen, aber die Nebenmänner sind einfach zu grotesk doof, vielleicht spiegelt sich hier die target group) reduziert. Vorhersehbare Story (Story???), vorbereitete Gags, naja, fertig ist der Blockbuster. Oh, ich vergaß: Megan Fox. Schönes Mädchen, sicher! Und vielleicht liegt es an mir, aber hat sie nicht einfach eine furchtbar kalte Ausstrahlung? Ist vielleicht gerade ihr Ding: In jedem Film die kühle Schönheit zu spielen. Obwohl es nie zur Rolle passt. Oder es liegt an diesen stahlharten blauen Augen. Ihre auf manchen Blogs bemühte “Doppelgängerin” (welche Ähnlichkeit??) und kommender Star Odette Yustman (Cloverfield, wahnsinnig sinnfreier Film) wirkt da wenigstens um einiges sympathischer, die kann sogar richtig ehrlich und schön lachen! Nun ja, Megan soll in Transformers 2 ja NOCH heißer sein… Ring frei zur nächsten Runde!

(So ungefähr sieht das dann aus:

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Kurzum: Keine Katastrophe, selbst der bevorstehende Untergang der Welt lässt einen seltsam kalt hier. Aber dafür sieht man diesen Film auch nicht an. Wenn das stimmen sollte, warum bloß haben sich die Produzenten dann einen solchen Aufwand mit all dem Schnickschnack drumrum gemacht? Die glänzende Verpackung verkauft sich von allein schon gut, den Blockbuster macht sie allein augenscheinlich noch nicht.

Positives: Im Outro läuft ein neues Lied der Smashing Pumpkins (“Doomsday Clock”) und das rockt mal so richtig! Wer hätte das noch gedacht?

Wer kurzweilige Action mit coolerem Darsteller und knackigerem Humor sucht, sollte vielleicht mal “Crank” reinlegen – Stichwort der herrlich unkorrekte “Al Quaeda!”-Gag auf kosten des (indischen? pakistanischen?) Taxifahrers.

Der Turm von Babel

•June 17, 2009 • Leave a Comment

Es ließe sich ein Aufsatz, ja ein Buch darüber schreiben, aber ich möchte dies einmal kurz und bündig zusammenfassen: Wenn zum Funktionieren des Kapitalismus nötig ist, dass für jeden beliebigen Zeitpunkt gilt “Im Vergleich zu vor 10 Jahren ist die Wirtschaft gewachsen”, dann ist er über kurz oder lang am Arsch.

Eifersucht

•June 16, 2009 • 1 Comment

Wie verhält sich ein Mensch, der eifersüchtig ist? In der Regel intrigant oder tollpatschig oder selbstkasteiend, jedenfalls aber völlig idiotisch. Ganz ehrlich: Können wir uns jemanden vorstellen, der mit seiner Eifersucht offen und ehrlich umgeht? Einen Verehrer unserer Freundin, der zu uns kommt und sagt: “Mann, da hast du dir wirklich eine tolle Frau genommen. Hätte ich mich bloß früher getraut, sie anzusprechen, dann hätte ich vielleicht auch eine Chance gehabt”? Mir wäre es natürlich viel lieber, jemand verhielte sich so, als wenn er sich dem verborgenen Wesen der Eifersucht hingibt, ambivalente Stimmungen und Unverständnis erzeugt. Allerdings habe ich soviel Mut noch nie miterlebt, weder in Bezug auf mich noch auf andere. Und bei ehrlicher Selbstbetrachtung zweifle ich auch daran, ob ich ihn aufbringen würde. Hoffentlich erinnere ich mich an den Gedanken hier, wenn es das nächste Mal soweit ist. Dauert sicher nicht lange.

Die Kraft des Lächelns

•June 15, 2009 • Leave a Comment

Es ist schon tausendfach gesagt worden, ich sage es auch noch einmal: Es gibt wenig, was mir den Tag so versüßen kann, wie ein strahlendes Lächeln an einer Stelle, wo ich es nicht erwarte. Und jedes Mal, wenn es mir wieder passiert ist, nehme ich mir ganz fest vor, der Welt, den anderen diesen Genuss zurückzugeben. Oft genug geht mir das freundliche Gesicht am nächsten Tag in den tausend Verpflichtungen und Zersteuungen des Tages verloren, aber morgen wird mir das nicht passieren!

•June 14, 2009 • Leave a Comment

•June 10, 2009 • Leave a Comment

Eine Welt, wo nichts lebt

Fällt ein Blatt, krallt sich fest

In den Schatten der Zeit

Alles schweigt, alles bebt

“Ich lüge”

•June 9, 2009 • Leave a Comment

Ein immer wieder unterhaltsames philosophisches Gedankenspiel ist das Lügner-Paradoxon. Man könnte es folgendermaßen ausdrücken: Sollen wir jemandem Glauben schenken, der behauptet “Ich lüge”. Nicht ganz einfach, denn wenn wir annehmen, er sage mit seinem Satz die Wahrheit, dann lügt er. Und wenn wir annehmen, er lüge mit dem Satz, dann sagt er ja die Wahrheit.

Maslow und Liebe

•June 8, 2009 • Leave a Comment

In der Maslow’schen Bedürfnispyramide wird die Stufe der Selbstentfaltung von denen der sozialen Beziehungen und der sozialen Anerkennung getragen. Es hat 25 Jahre auf dieser Welt gebraucht, bevor ich begriff, wie leicht sich dieses Modell auf Beziehungen übertragen lässt. In meinen Augen ist die Fähigkeit meines Partners, mich, so wie ich bin, trotz aller Schwächen und Makel, zu lieben und auch ein Bisschen toll zu finden, wichtiger als jede Befriedigung meiner ästhetischen Ansprüche, jede Herausforderung und Bekämpfung meiner Langeweile.

La Quiete – Giugno

•June 6, 2009 • Leave a Comment

Wunderbares Video der mitreißenden ü25- Screamo-Band aus Italien. Sehr fein!

Einen netten Bilderblog haben sie auch. Rockt!

Suis la lune – My Mind is a Birdcage

•June 5, 2009 • 2 Comments

Da es ein neues Ziel meinerseits ist, auf diesem Blog auch noch auf gute Musik aufmerksam zu machen und ich auf wordpress keine Videos hochladen kann, verlinken aber schon, hier ein Youtube-Video der großartigen Schweden von Suis la lune.

Dies ist My Mind is A Birdcage, der Schlussakt ihrer letzten LP Quiet, Pull the Strings. Ein epischer Song, leider ist die Veröffentlichung auch schon gute 3 Jahre her. Zum Glück gibt es Nachschub, denn Suis la lune haben jüngst eine EP veröffentlicht und werden mit einer Split einer 7″ nachlegen. Auf der EP befinden sich vier sehr schöne, atmosphärische und von zeitweiligen Eruptionen gekennzeichnete Lieder, immer von diesem sehr tragischen Gesang untermalt, der immer dann Gänsehaut befördert wenn er sich in emotionale Schreieinlagen steigert. Mehr Stuff bei youtube oder lastfm. Ihr wisst schon, wie das geht.

Na gut, weil ihr es seid – der Einfachheit hier Song Nr. 2, der auf den schönen Namen Utter Silence is Fragile hört:

Weitere Empfehlung aus Schweden: Amalthea.

 
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